Bahnhof Bad Kreuznach Güterbahnhof Kreuznacher Kleinbahn  
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km 15,6

Als 1858 die Kreiznacher ihre Eisenbahn bekamen, verfügte der neue Bahnhof über alle Einrichtungen, welche ein Bahnhof im 19 Jahrhundert benötigte. Von Bingerbrück kommend stand links ein Wasserturm. Rechts vom Gleis befand sich ein 2ständiger Lokschuppen. 200m weiter links eine Güterabfertigung und rechts das stattliche Empfangsgebäude. Rampen rechts und links vervollständigen die Anlage. In den nächsten Jahren erfolgten Erweitungen.
1890 wurde der Bahnhof mit Signalen gesichert. 3 Wärterbuden standen dafür zur Verfügung. Die Schrankenanlage in km 13,883  wurde vom Weichenwärter fern geschlossen. Der Bahnübergang in km 15,041 (Pfingstwiese) wurde mit Schiebebarierren gesichert. Dann folgte die Nahebrücke in km 15, 293. Direkt nach der Brücke folgten zwei weitere Schrankenwärter. In km 15,5 befand sich ein Anschluss der die Kreuznacher Glashütte versorgte. Dieser wurde erst in den 1960 rückgebaut.
Gegenüber des ersten Lokschuppens entstand ein weiterer Lokschuppen für 4 Lokomotiven. Davor eine weitere Drehscheibe.
Schon wenige Jahre später erfolgte ein weiterer Umbau im Bereich des ersten Lokschuppens. Die Kreuznacher Kleinbahn erhielt hier eine Verladeanlage (750mm). Die letzte Erweiterung erfolgte in Form einer Straßenbahnhaltestelle am Bahnhofsvorplatz.

 

Links: Empfangsgebäude um 1930

Rechts: Zustand 1977
 

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siehe UNTEN

Links: Zustand 1990

 

Die Jahrhundertwende 1899/1900 brachte Kreuznach (das nun bald zu Bad Kreuznach wurde) einen neuen Bahnhof. Für den alten Bahnhof an der Pfingstwiese bedeutet dies die Herabstufung zum Güterbahnhof. Zwischen 1900 und 1908 wurde die Personenabfertigung zum neuen Bahnhof verlegt. Für die Kleinbahn brachte diese Entscheidung gewaltige Nachteile. So mußten Fahrgäste vom neuen Bahnhof mit der Straßenbahn in die Neustadt fahren und dort auf die Kleinbahn umsteigen. Dem Güterbahnhof, wie er nun hieß, viel nur noch der Güterumschlag zu.
Durch die Eröffnung der neuen Bahnlinie Gau Algesheim-Bad Kreuznach nahm der Verkehr weiter zu. Neue Kunden im Frachtverkehr siedelten sich in Bad Kreuznach an und wurden mit Anschlüssen versorgt. Der Güterbahnhof provitierte von dieser Entwicklung. Ständig waren eine oder zeitweise sogar 2 Lokomotiven in Bad Kreuznach stationiert. Sie wurden im Lokschuppen Gbf versorgt. Auch Loks die übernachten mussten, fanden ein Dach überm Schornstein. Die 1930 Jahre brachten das Ende der Kleinbahn (1938) und die Umwandlung des Lokschuppens in ein KBw.(Betriebswerk für Bahnbusse und Lkw)
Der Krieg hinterlies auch im Gbf seine Spuren. Das EG wurde beschädigt und wurde nicht mehr vollständig hergestellt.
1953 verkehrte die letzte Straßenbahn nach Langenlonsheim. Der Übergang zur Pfingswiese bekommt um 1950 einen eigenen Schrankenwärter. (Bis dahin vom Wärter Kw mitbedient)
Was im 1900 Jahrhundert blühend begann, verwelgte nun rasch. Rund um den Gbf siedelte sich Industrie an. Die wunderschönen Herrschaftshäuser aus den ersten Jahren der Bahn verkamen. Das EG stand leer und erinnerte noch immer an den Krieg mit seinen Zerstörungen. (siehe Zustand Bilder um 1970) Inzwischen hielten auch wieder Personenzüge im Gbf. Neuer Name: Schienenomnibushaltestelle Bad Kreuznach Gbf. Sogar die 3 Bahnsteige wurden erneuert und eine neue Beleuchtung wurde aufgestellt.
          

Oben: Gleiseite um 1970
Mitte: Fdl Bad Kreuznach Gbf
Unten: Straßenseite

Die Signalanlagen in Bad Kreuznach wurden um 1888 erbaut. Die Veränderungen im Gbf hielten sich bis 1977 im Rahmen. Sogar der Umbau auf moderne Technik in Form von einem DrS60 Stellwerk, welches nun vom Bf Bad Kreuznach gestellt wurde, lies die Anlage fast unverändert. Nur die 3 Stellwerke und das Gebäude des  Schrankenposten 14 wurden entfernt.  Die Umstellung auf moderne Technik hatte aber zur Folge, dass nun keine Züge mehr am Gbf hielten. Die höhengleiche Bahnsteige hatten Ihre Sicherung, durch den Fahrdienstleiter vor Ort, verloren. Das EG, inzwischen Privat genutzt, wurde in dieser Zeit wieder hergerichtet und wieder bewohnbar gemacht.
In den 1980 begann der Abstieg. Immer mehr Gleise wurden gesperrt und Stillgelegt. Der Güterwagenumschlag ging zurück. Es folgten die Schließung der Güterabfertigung und dann die Sperrung des Freiladegleises. Anfang der 1990 wurde die Güterzugbildung von Bingerbrück nach Bad Kreuznach verlegt. Einige Jahre war nochmals Betrieb im Bereich Gbf.
Aber die Schließung aller Gütertarifpunkte in Bad Kreuznach, an Nahe, Alsenz und im Hunsrück brachte das völlige AUS für den Güterverkehr in Bad Kreuznach. So kam es wie es kommen musste. Im Jahre 2007 wurde der gesamte Güterbahnhofbereich zurückgebaut. Heute gibt es keine Weiche mehr im Bahnhofsbereich, nur noch das EG kündet von einer besseren Zeit.

 
Oben: Stellwerk Kw außen und innen
Links: Stellwerk Kw mit Signalen
Unten: Po14 und Ausfahrt Ng
Rechts: 50 4030 um 1965
in Bad Kreuznach Gbf im Einsatz mit 15t Kran
Links: Rangierdienst mit der BR50
 
4 x Ausfahrt Gbf   in Richtung Bad Kreuznach
 
         
Rechts: Fotohalt am Bahnsteig
Links:
Po am Übergang zur Pfingstwiese
 
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Letzte Änderung: Mittwoch, 05 Februar 2014