Bahnhof Langenlonsheim
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                            Bahnhof Langenlonsheim in Km8,0
Personenverkehr:
Schon bei der Eröffnung der Nahebahn im Jahre 1858 bekam die Gemeinde Langenlonsheim eine eigene Bahnstation. Im Jahre 1868 dann die eigene Güterabfertigung.
Bis 1879 wurde die Strecke 1gleisig betrieben. Im Jahre 1879 begannen die Arbeiten zum 2gleisigen Ausbau. Der erste bekannte Gleisplan aus dem Jahre 1878/90 zeigt 4 Gleise inkl der 2 Hauptgleise. Dort wo bis in die 1970 Jahre Gleis 10 sich befand, war die 1868 gebaute Güterabfertigung zu finden. Das Ladegleis war mit mit 2 Weichen angeschlossen. Dann folgten die 2 Hauptgleise und an der Naheseite noch ein Abstellgleis das nur mit einer Weiche aus Richtung Bingerbrück angeschlossen war. Die Hunsrückbahn wurde mit einer Weichenverbindung eingefädelt. (höhe EG) Zu Zeiten des eingleisigen Betriebs hatte Langenlonsheim die Bezeichnung Station. 1890 wurde die Bezeichnung in Blockstation geändert.
Durch den Bau der Hunsrückbahn im Jahre 1889 mussten weitere Erweitungen durchgeführt werden. Diese begannen im letzten Jahrzehnt des 19 Jahrhunderts.
 Durch die Nähe zu Bingerbrück entwickelte sich Langenlonsheim (auch Lalo genannt) aber nur zu einem kleinen Abzweigbahnhof ohne Lokbehandlungsanlagen. Die Personenzüge von Simmern fuhren zum Teil nach Bingerbrück (Lokbespannten Personenzüge) bzw. nach Bad Kreuznach durch. Die Züge, die in Langenlonsheim von Simmern her endeten, hatten nie große Wartezeiten. Meist wurden aus beiden Richtungen Anschlüsse abgewartet und die Reise führte den "Hunsrücker Zug" wieder in seine Heimat. Für die Abwicklung der Personenzüge stand dem Bahnhof Langenlonsheim die beiden Durchgangsgleise 1 und 2 der Nahebahn und das Gleis 3 als Überholgleis zur Verfügung. Für die Züge aus dem Hunsrück gab es das Gleis 10 (Stumpfgleis, außer Betrieb 1978), welches sich westlich an  Gleis 1 Anschloss.

 

Links: Anfang der 1970 wurden vom Bw Kaiserslautern noch V200 eingesetzt

Rechts: Triebwagen auf den Hunsrück wartet im Gleis 10

An dieser Stelle befand sich 1868 die Güterabfertigung und das Ladegleis

Links: Stellwerk Lb  

 1906 Eröffnung der Überlandstraßenbahn von Bad Kreuznach. Endstation war Langenlonsheim Bahnhof.
In den 1930 Jahren wurden erhebliche Mittel in den Ausbau und die Modernisierung der Eisenbahn investiert. Im Bereich Langenlonsheim wurden folgende Projekte durchgeführt.
 - Abzw Sarmsheim: Kreuzungsfreie Einmündung Strecke von Rüdesheim.
 - Erneuerung der Stellwerke in Langenlonsheim. Stw Lb und Ln werden neu gebaut und Erweiterung der Gleisanlagen.
 - Kreuzungsfreie Einfädelung der Hunsrückbahn in Langenlonsheim
 - Neues Empfangsgebäude Kloningersmühle und Umwandlung zur Abzweigstelle (Nord und Südgleis siehe Kloningersmühle)
 Nach 1945 wurde das Nordgleis und alle Anlagen die mit der Hindenburgbrücke zu tun hatten, von den Franzosen zurückgebaut.
 Die Reste der Nordeinfädelung (Überführungsbauwerk und Gleisstumpf) sind noch heute vorhanden. 
1953 endete dann der Betrieb der Überlandstraßenbahn von Bad Kreuznach.
 Bis in die 1960 Jahre wurde der Personenverkehr über höhengleiche Bahnsteigzugänge abgewickelt. Mit dem Bau der Überführung entstand ein Mittelbahnsteig an Gleis 2 /3.
 1978 wurden die beiden mechanischen Stellwerke Lf und Ln außer Betrieb genommen und durch ein Drucktastenstellwerk DrL60 ersetzt. Hierbei wurden einige Gleise und Weichen entfernt, so auch Gleis 10. Fortan wurde der Hunsrücker am Bahnsteig 3 abgewickelt bis ins Jahre 1984.
   Anfang der 1990iger Jahre wurden fast sämtliche Nebengleise entfernt.
 Heute finden sich nur wenige Spuren, die von der ehem. Größe vom Bahnhof Langenlonsheim zeugen. Vorhanden sind noch das Wärterstellwerk Ln, ein Ablaufberg und ein großer Birkenwald im Bereich der Gütergleise.
                

Rechts: Stellwerk Ln

                                        Güterverkehr:
Schnell entwickelte sich "Rund um den Bahnhof" im 19 Jahrhundert die Industrie. Gleisanschlüsse entstanden und eine Güterabfertigung sorgte für die Abwicklung im Stückgutbereich. Die Landestraße befand sich zuerst neben dem Empfangsgebäude in Richtung Bad Kreuznach. Schon wenige Jahre später wurden die Güterverladeanlagen auf die gegenüber liegende Seite des Bahnhofs verlegt. Neben Industrieprodukten wurden auch Zuckerrüben und andere landwirtschaftliche Güter verladen.
 Die Bildung der Güterzüge für die Hunsrückstrecken wickelte,  bis auf die letzten Jahre, immer der Bahnhof Bingerbrück ab. Langenlonsheim wurde genutzt zum Umspannen der Züge vom Hunsrück in Richtung Nahe aufwärts (Kalk und Militärzüge). Zum Teil wurden die Züge auch geteilt und in zwei Zugteilen auf den Hunsrück gezogen. Außerdam war Langenlonsheim ein Vorbahnhof für den Rbf Bingerbrück. War der Rbf überlastet, konnten Güterzüge in Langenlonsheim zurück gehalten werden und bei Bedarf schnell dem Bahnhof Bingerbrück zugeführt werden ohne die Strecke zu blockieren. 
Im Bereich zwischen Empfangsgebäude und Stellwerk Lb/Bahnübergang wurde in den 1930 ein neues modernes Bahnmeistereigebäude eröffnet. Im Bereich befand sich ein eigenes Gleis und die Kopframpe des Bahnhofs Langenlonsheim.

  Links: Ausfahrt Güterzug aus Gleis 4 in Langenlonsheim gezogen von der BR 50

Rechts: Rangiergerät an der Güterrampe von Langenlonsheim
Links: Gleis 3
Warten auf den Anschlusszug
  Was sich über Jahrzehnte hielt, war das Übergeben der Güterwagen aus Schweppenhausen, Windesheim und Heddesheim auf die planmäßigen Güterzüge nach Bingerbrück in Lalo. Mit der Abendübergabe wurden die Bahnhöfe bedient und die Köf brachte die Wagen nach Langenlonsheim. Hier wurden Sie einem Ng nach Bingerbrück beigestellt. Zeitweise erfolgte auch die Bedienung der Anschlüsse und Lademöglichkeiten in Langenlonsheim  durch Hunsrücker Rangierpersonal und die Stromberger Köf. In den 1950 Jahren erhielt Langenlonsheim ein Rangiertraktor, der bis Ende der 1970 in Langenlonsheim Dienst tat. Die Geschichte dieses 91-0009 endet aber erst vor ein paar Jahren in Norditalien. Link zur Köseite
 Nachdem der Rangierbahnhof Bingerbrück um 1990 für den Rangierbetrieb geschlossen wurde und der Bahnhof Bad Kreuznach völlig mit den neuen Rangieraufgaben überfordert war, wurde die Reaktivierung der Langenlonsheimer Gleisanlagen ins Auge gefasst. Der starke Rückgang im Güterverkehr Anfang der 90iger machte diesen Plan aber wieder zunichte. 
 Heute gibt es keinen planmäßigen Güterverkehr mehr, im Bereich Bad Kreuznach und Hunsrück
 

Strecken im Nahedreieck vor dem II WK
  Bahnübergänge:
  • 8,17o Stangenbarrieren inkl Wärterbude 9
  • 8,366 Zugbarrieren* (für Fußweg)
  • 8,897 Stangenbarrieren inkl Wärterbude 10

Hinweis:
Viele Daten wurden aus dem Buch "Die Rhein Nahe Bahn" von R. Brumm entnommen. Ein Interessantes Buch das die ersten Jahre der Bahn sehr umfangreich beschreibt. Leider haben sich dort auch Fehler eingeschlichen.
Weiter Daten wurden entnommen aus "Rhein.Nahebahn Kilometerpläne von 1878/90. Buch ist sehr vergilbert und Handgeschrieben!

* Zugbarrieen = Fernbediente Schranke

     
 

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Letzte Änderung: Mittwoch, 21 November 2012